TRAVEL DIARY : BACKPACKING BALI

Bali_Nusa_Lembongan

Meine Backpacking Reise auf Bali ist zwar schon drei Jahre her, da ich aber gerade meine Rucksackreise für dieses Jahr plane, bin ich auf den Geschmack gekommen, euch von dieser Reise zu berichten.

Kuta und Umgebung: Tanah Lot & Jatiluwih

Es war Februar 2014, als meine beste Freundin und ich uns von Hamburg, über Dubai, auf nach Jakarta machten. Von dort ging es direkt weiter nach Denpasar, der Hauptstadt Balis.

Am Flughafen angekommen stiegen wir ins Taxi nach Kuta, wo das Abenteuer Bali begann. Kuta ist eine Touristenhochburg, geprägt von feierlustigen Menschen aus aller Welt, die hier definitiv nicht das Paradies suchen. Dementsprechend war auch das Feeling. Laut, schmutzig, kein weißer Strand…

Nachdem uns das am ersten Tag so richtig bewusst wurde, nahmen wir uns an Tag zwei ein Taxi, mit dem wir etwas die Insel abfuhren. Wir haben für das Taxi, Fahrer inklusive, umgerechnet 28€ bezahlt und waren den ganzen Tag unterwegs. Schnäppchen.

Somit begann der Tag mit einem Abstecher auf einem Markt in Denpasar. Dort überschlugen sich die Gerüche von Fisch und Räucherstäbchen. Also schnell ein paar frische Früchte gekauft und weiter an die Küste im Süd Westen von Bali. Das erste Ziel der Tour war der Meerestempel Tanah Lot. Dieser Tempel liegt auf einer Felsspitze im Meer, natürlich aber dicht am Ufer. Einige Meter durchs Wasser gewatschelt, erreichten wir den Tempel und wurden geweiht, indem uns Öl und Reis an die Stirn geklebt wurde :-).

Weiter ging es dann zu den Reisterrassen nach Jatiluwih. Diese sind wirklich riesig. Um uns herum nur grün und das aufkommende Gewitter im Hintergrund machten das Postkartenmotiv perfekt.

Bali_Kutah_Surf

Bali_Kutah

Bali_Tanah_Lot

Bali_Jatiluwih

Bali_Denpasar_Markt2

Bali_Denpasar_Markt

 

Ubud und Umgebung: Goa Gajah, Pura Besakih & Pura Tirta Empul

Am nächsten Tag reisten wir dann weiter nach Ubud. Ubud gilt als kulturelles Zentrum Balis und u.a. ist bekannt für seinen heiligen Affenwald.

Untergekommen sind wir in einem Homestay, was mit unseren Ferienwohnungen zu vergleichen ist. Man wohnt also mit einer balinesischen Familie auf einem Hof und jeden Morgen kommt die Mama vorbei und fragt, was wir frühstücken möchten. Meistens gab es grüne Pencakes und frisches Obst.

An unserem ersten Tag in Ubud haben wir zu Fuß die Gegend erkundet. Dabei trafen wir auf schöne Cafés, viel Kunst und natürlich Affen.

Am nächsten Tag hat uns unser „Hausvater“ mit dem Auto rumgefahren. Zuerst ging es in die Elefantenhöhle Goa Gajah und anschließend weiter zum Vulkan Gunung Agung, den wir allerdings nur aus der Ferne bestaunten. Wir waren dabei sehr weit oben und man kann es kaum glauben, aber es war echt klar. Deshalb waren wir froh, als wir wieder im Auto saßen und weiter zum Pura Besakih, dem Muttertempel aller balinesischen Tempel, fuhren. Nachdem wir diesen mit unseren neuen Röcken erkundet hatten, ging es weiter zum nächsten Tempel, dem Pura Tirta Empul. Der Anblick ließ und spontan an ein überfülltes Freibad erinnern, doch das Baden in diesem Tempel hat eine weitaus tiefere Bedeutung. Denn der Tempel Tirta Empul ist bekannt für sein heiliges Quellwasser. Dieses nutzen hinduistische Gläubige regelmäßig, um sich zu reinigen und von Problem und Krankheiten zu befreien.

Nachdem wir nun genug von Tempelanlagen hatten, war eine kleine Kaffeepause angesagt. Dazu fuhren wir auf eine Kaffeeplantage, auf der der teuerste Kaffee der Welt hergestellt wird. Hier frisst eine kleine Schleichkatze, die reifen Kaffeekirschen und scheidet sie unverdaut wieder aus. Angeblich wird die Bohne im Darm des Tierchens fermentiert und erhält dadurch sein besonderes Aroma. Am Ende entsteht der Kopie Luwak. Wir haben ihn natürlich probiert und ein wahres Geschmacksfeuerwerk erwartet, aber ehrlich gesagt, schmeckt mir der Kaffee aus Nespressokapseln besser.

Bali_Ubud_Rice

Bali_Ubud

Bali_Ubud_Art

Bali_Ubud_Pencake

Bali_Goa Gajah
Bali_Pura_Besakih

Bali_Kopi_Luwak

Bali_Pura_Tirta_Empul

Bali_Pura_Tirta_Empul

 

Gili Inseln: Gili Trawangan, Gili Meno & Gili Air

Weiter ging auf die drei kleinen Gili-Inseln, die um Bali herum liegen. Wir hatten eine Unterkunft auf der größten der drei Inseln, Gili Trawangan. Diese ist sozusagen das Backpacking Mekka. Hier findet man weiße Strände, tolle Bars und Cafés und natürlich Partys. Wir haben uns am ersten Tag ein Fahrrad ausgeliehen, andere Verkehrsmittel gibt es nicht, und sind damit um die Insel geradelt. Dabei haben wir viele traumhafte Fleckchen entdeckt. Ansonsten kann man hier tauchen, schnorcheln, stand up paddeln oder einfach nur rumliegen.

Wir haben Tagesausflüge nach Gili Air und Gili Meno gemacht. Diese sind mit einer kurzen Bootsfahrt schnell zu erreichen und zu Fuß auch sehr schnell umrundet. Alle drei Inseln sind wirklich eher zum Erholen gedacht. Einfach mal die Seele baumeln lassen, sich am Strand frische Ananas schälen lassen und sich Abends auf dem Nightmarket den Bauch für 2€ vollschlagen. Das sind meine Erinnerungen an die Gilis :-).

Bali_Gili_Trawangan

Bali_Gili_Meno

Bali_Gili_Air

Bali_Gili_Meno

Sanur

Tiefententspannt verließen wir die Gili Inseln und setzen wieder nach Bali über. Unser Ziel war Sanur. Sanur liegt im Süden von Bali und ist der Touristen-Badeort schlecht hin. Und das, obwohl der Strand nichtmal schön ist. Dementsprechend gibt es über Sanur auch nicht viel zu sagen, bis auf, dass der Nightmarket sehr gutes Essen im Angebot hatte und ich die schmerzhafteste Fußreflexzonenmassage meines Lebens bekommen habe.

Bali_Sanur

 

Nusa Lembongan

Deshalb wollten wir lieber wieder ins Paradies und kauften uns eine Bootsticket nach Nusa Lembongan. Diese kleine Insel liegt südlich von Bali und ist mit dem Boot in einer Stunde zu erreichen. Mit großer Erwartungshaltung betraten wir die Insel und waren erstmal ziemlich enttäuscht. Es gab nichts zu sehen, der Strand war mit Müll überseht und scheinbar waren wir fast allein auf der Insel. Und hier wollten wir jetzt mehrere Tage bleiben? Dazu mussten wir hinter die Kulissen der Insel schauen, wozu ein Moped dringend notwendig war,denn Taxen gibt es hier nicht. Also ab zum Mopedverleih, kurze und katastrophale Probefahrt und los ginge über die Insel. Und taddaaaa…da war es endlich. Das Paradies. Unendlich viele, kleine Traumstrände, die teilweise nicht so leicht zu finden waren. So gab es täglich eine gute Mischung aus aufregenden Motorrad-Touren und entspannten Stunden am weißen Sandstrand, wo uns nur noch Surfer begeistern konnten.

Einen Tag sind wir noch zum Schnorcheln mit Manthas rausgefahren. Das war ein tolles Erlebnis, aber ich hatte dennoch Schiss. So ein Mantha kommt immer direkt auf einen zugesteuert und driftet dann kurz vorher wieder ab. Schnappatmung in den Schnorchel.

Bali_Nusa_lembongan_Surfer

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Bali_Nusa_lembongan_Wave

 

Uluwatu

Die Zeit das Paradies zu verlassen war gekommen. Für einen Tag ging es wieder zurück nach Sanur. Von hier aus machten wir noch eine Tagesausflug nach Uluwatu.Dieser bekannte und beliebte Surfspot hat uns mächtig beeindruckt. Von einem in Klippen gebautes Café haben wir talentierte Surfer beim Wellenreiten beobachtet. Und weiter unten am Strand, tobte das Meer und die Affen, welche aus dem Uluwatu Tempel ausgebüchst sind.

Dann mussten wir Bali verlassen. Wir dachten, ein Tag in Jakarta wäre noch ganz cool. Aus irgendwelchen Gründen haben wir Jakarta mit Bangkok verglichen, doch leider war dieser Vergleich nicht einmal annähernd richtig. Ich kann jedem nur empfehlen, in Jakarta maximal den Flughafen aufzusuchen. Es ist einfach nur hässlich, null kulturell und hinsichtlich der muslimischen Religion nicht so tolerant wie Bali. Wir haben uns wirklich unwohl gefühlt und waren froh, als wir am nächsten Morgen losfliegen konnten.

Alles in allem war Bali wirklich toll. Allerdings ist Bali für mich nicht der Inbegriff des Paradies. Wer dieses in Süd-Ost-Asien sucht, sollte lieber nach Thailand reisen.

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