DON’T GROW UP, IT’S A TRAP

Traditionen

Heute gibt es den ersten Beitrag in der Kategorie STUFF. In dieser Category möchte ich meine Gedanken zu Themen und Anlässen mit euch teilen, die mich beschäftigen, bewegen, begeistern oder mich und meine Persönlichkeit auszeichnen.

So auch das heutige Thema „Don’t grow up, it’s a trap“ Mein 29. Geburtstag ist gerade vorbei, dabei war ich doch gerade noch 16. Die Zeit rast und damit auch die Veränderungen, die das Leben mit sich bringt.

Tatsächlich habe ich ein großes Problem mit dem älter werden, denn das Altern macht mir Angst und mit jedem Jahr mehr steigt der Druck, etwas zu erreichen oder schon längst erreicht zu haben. Klar, ich bin jetzt 29, habe einen Bachelor und einen MBA, arbeite seit zwei Jahren fest, habe eine eigene Wohnung und einen Freund. Aber was ist mit dem, was meine Eltern in meinem Alter schon längst hatten? Ich spreche dabei von Kindern, Auto, Haus, Erspartes. So ein ganz eigenes Leben, mit allem was dazu gehört. Dieses Leben führe ich längst nicht zu 100%. Das liegt einerseits sicher daran, dass uns heutzutage alle Türen und Wege offen stehen und wir uns für nichts entscheiden bzw. festlegen müssen und andererseits daran, dass ich dieses „erwachsene“ Leben noch nicht leben will. Man könnte auch sagen, dass der Abnabelungsprozess bei mir noch nicht ganz geklappt hat.

In vielen Dingen bin ich, so sagen es zumindest gern andere, noch ein kleines Kind. Das beste Beispiel dafür ist meine Geburtstagstradition. Es war schon immer so, dass ich morgens aufgestanden bin und meine pink verpackten Geschenke dastanden, die ich voller Aufregung ausgepackt habe. Dazu gab es so viele Kerzen, wie alt ich wurde, plus einem Lebenslicht. Am Nachmittag kam dann immer die ganze Familie zum Kaffee und Abendessen vorbei. Und genau so ist es auch heute noch. Ich wohne zwar nicht mehr bei meinen Eltern, lebe diese Tradition aber dennoch so weiter.

Gerade was Traditionen anbelangt, lass ich keinerlei Veränderungen zu. Gleiches gilt für die Weihnachtstage. Am 24.12. gehen meine Mama, Oma, meine Tante, meine Cousinen und ich immer in die Kirche zum Krippenspiel. In der Zeit bereiten die Männer Kaffee vor. Wenn wir zurückkommen, trinken wir gemütlich Kaffee und danach gibt’s Bescherung. Und so lächerlich es auch klingen mag, sagen wir noch heute immer alle ein Gedicht auf. Meins heißt „Ich wünsch mir was“ und kommt von meiner Regina Regenbogen und der Weihnachtsmann-Kassette. Dieses Gedicht sage ich bereits 22 Jahre auf. Am Abend sind wir dann alle zusammen. Entweder bei uns, Oma und Opa oder meiner Tante. Da wird gegessen was das Zeug hält, immer dabei natürlich Kartoffelsalat und Würstchen, und es werden Spiele gespielt.

Am 25.12. macht meine Oma immer die „heilige Ente“. Also sind wir zum Mittagessen alle bei Oma und Opa. Letztes Jahr sollte es eigentlich anders laufen, was für mich gar nicht in die Tüte kam. Glücklicherweise blieb dann doch alles beim Alten, sodass ich beruhigt Weihnachten feiern konnte. Dann haben wir noch den 26.12.. An dem Tag wäre ich sogar etwas kompromissbereit, solange ich trotzdem zu Hause bei meiner Familie sein kann.

Jaja, so ist es mit mir und den Traditionen und den Dingen, die sich niemals ändern dürfen. Ich habe keine Ahnung wie es wird, wenn ich mal eine eigene Familie habe. Vielleicht funktioniert das Abnabeln dann ja besser. Bis dahin finde ich es aber weiterhin schön, „Omas Kleine“ zu sein und verwöhnt zu werden. Ich stehe ja dennoch auf eigenen Beinen und komme allein sehr gut zurecht. Das steht außer Frage. Dennoch bin und bleibe ich ein extremer Familienmensch, dem die Familie wichtiger ist als alles andere. Und auch wenn ich knapp 300 km von meiner Familie getrennt bin, nehme ich die Fahrt sehr gern regelmäßig auf mich, um bei ihr zu sein. Dafür verzichte ich auch gern auf das Großstadtleben mit allem was dazugehört und natürlich auch auf die gemeinsame Zeit mit Freunden. Vielleicht ist es nicht ganz richtig, einen so starken Fokus auf die alte Heimat zu legen, aber mir geht es damit besser, als wenn ich nur alle paar Monate einmal nach Hause komme. Vielleicht geht es denjenigen von euch, die ebenfalls weit von ihrer Familie entfernt sind ja ähnlich.

Ich für meinen Teil stehe definitiv zu meinen noch leicht kindlichen Zügen und ganz nach dem Motto „Don’t grow up, it’s a trap“, plane ich schonmal meinen 30. Geburtstag im Disneyland zu feiern.

Traditionen

Traditionen

Traditionen

0

1 Comment

  1. […] liegt natürlich an mir selbst und daran, wen und was ich priorisiere, wie ich in meinem Beitrag „don’t grwo up it’s a trap“ bereits beschreiben habe. Aber ich will es auch irgendwie nicht anders. Lieber hätte ich einfach […]

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.