BACKPACKING #2: KAMBODSCHA

Kambodscha

Wie ich bereits in meinem letzten Travel-Post (Backpacking #1 – Thailand) angekündigt habe, geht die Reise in diesem Beitrag weiter in Richtung Kambodscha.
Stehengeblieben waren wir ja im verrückten Bangkok. Von dort aus ging es noch vor Sonnenaufgang weiter an die kambodschanische Grenze nach Poipet. Wie so gut wie alles in Thailand, war auch die Fahrt mit dem Zug ausgesprochen günstig. Wir waren ca. 6 Stunden unterwegs und haben umgerechnet 3€ bezahlt. Wahnsinn. Allerdings sind wir auch mit der Holzklasse unterwegs gewesen und wenn ich sage Holz, dann meine ich auch Holz.
Die Sitze waren nicht so schön gepolstert, wie wir es aus den Zügen der deutschen Bahn kennen. Sie waren eher so, wie man sich eine Holzbank im Park vorstellt. Zudem waren während der gesamten Fahrt die Fensterläden komplett unten, sodass der Staub der Landschaft immer reinwehte. Angekommen am Ziel waren wir komplett eingestaubt und schmutzig. Aber für 3€ wollen wir mal nicht meckern :-).

Als wir in Kambodscha aus dem Zug ausgestiegen sind, erwarteten uns schon unzählige Motorradfahrer, die uns zum Grenzübergang bringen wollten. Dass uns diese jedoch nicht zu dem Grenzübergang bringen wollten, zu dem wir mussten, war uns schon vorher klar. Auf diese Weise wird nämlich versucht, die Reisenden zu verunsichern und ihnen extra Geld aus der Tasche zu ziehen. Aber nicht mit uns, denn wir waren natürlich gut informiert und stellten uns zum Formulare ausfüllen und Fingerabdrücke geben, an der richtigen Schlange an. Die ganze Prozedur dauerte eine halbe Ewigkeit, doch nach knapp drei Stunden, saßen wir dann endlich im Bus nach Siem Reap, von wo aus wir Angkor Wat erkunden wollten.

Am ersten Tag in Siem Reap haben wir natürlich die Umgebung erkundet. Sonderlich viel zu sehen gab es allerdings nicht. Uns ist zudem sofort aufgefallen, dass die Einheimischen stark daran interessiert waren, uns ihre Ausflüge aufzuschwatzen und ein NEIN nicht akzeptierten. Das ist ja auch in Thailand nicht unüblich gewesen, aber dort war es noch extremer. Wir spekulieren, dass es daran lag, dass die Diktatur unter Pol Pot erst seit 1979 vorbei ist und die Menschen sich noch nicht daran gewöhnt haben, ihre eigene Meinung zu haben und die der anderen zu akzeptieren.

Außerdem solltet ihr wissen, dass es in Kambodscha zwei Währungen gibt: den US-Dollar und die kambodschanische Währung Riel. Sehr oft besteht die Möglichkeit sich zu entscheiden, mit welcher Währung man zahlen möchte, doch die Einheimischen sehen es lieber, wenn die Touristen mit Dollar zahlen, denn dieser hat einen höheren Wert. Solange man es in Dollar aber nicht passend hat, kann davon ausgegangen werden, dass das Wechselgeld in Riel herausgegeben wird und man somit weniger „Wert“ im Portemonnaie hat.

Weshalb wir eigentlich nach Siem Reap gekommen sind, war die Tempelanlage von Angkor Wat. Angkor Wat ist ein bedeutsames Heiligtum Asiens. Hier erstrecken sich auf rund zwei Quadratkilometern ca. 200 Tempel. Einst zwischen 1113 und 1150 als Huldigungsstätte für den Hindu-Gott Vishnu erbaut, dient es heute u.a. als Kulisse zahlreicher Filme,wie z.B. Tomb Raider oder Indiana Jones.

Ein Tuk Tuk brachte uns am frühen Morgen nach Angkor. Dort erwartete uns eine unglaublich beeindruckende Tempelanlage, die sich über mehrere Kilometer erstreckte. Da es kaum in Worte zu fassen ist, solltet ihr euch besser die Bilder ansehen, die viel aussagekräftiger und interessanter sind als das, was ich in Worten wiedergeben kann. Wir haben den ganzen Tag in Angkor Wat verbracht und bis zum Sonnenuntergang gewartet, der uns nochmals ein paar wunderschöne Bilder bescherte.

Den nächsten Tag in Siem Reap haben wir nur am Pool verbracht, das muss ja schließlich auch mal sein :-).

Am nächsten Morgen fuhren wir dann mit einem kleinen Boot auf einem schmalen und flachen Flussarm auf den Tonle Sap. Gefühlt auf dem offenem Meer, mussten wir dann von unserer kleinen Nussschale auf ein etwas größeres Boot umsteigen. Mit diesem fuhren wir dann den Tonle Sap runter nach Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas. Irgendwie habe ich ein kleines Bangkok erwartet, doch das war leider nicht der Fall. Die Armut war deutlich sichtbar und ehrlich gesagt, haben wir uns in vielen Ecken weniger wohl, dafür mehr unsicher gefühlt. Die 1,5 Tage in der Stadt haben wir mit Erkundungstouren verbracht, aber auch dort gab es nichts zu sehen, was sonderlich schön oder inspirativ war. Obwohl doch, ich habe viele Frauen beobachtet, die mit langen Pyjamas gekleidet waren. Da sagte ich noch zu meiner Cousine, dass die hier bestimmt gerade einen Trend setzen:-). Zurück in Deutschland sah ich dann zwei Wochen später in der InStyle den neuesten Trend: Pyjama-Look. Und auch in der aktuellen Saison wird dieser Trend ganz hoch gehandelt.

Nachdem wir an unserem letzten Abend in Phnom Penh noch lecker essen waren, hieß es dann auch schon wieder Rucksack packen, um am nächsten Morgen Kambodscha zu verlassen und zurück nach Singapur zu fliegen. Dort hatten wir noch zwei großartige Tage, von denen ich auch in meinem dritten Backpacking-Teil erzählen werde.

Kambodscha

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